Bitte wählen Sie:

Universitätsklinikum Essen
Direkteinstieg:
Studien & Forschung

AG Vaskuläre Onkologie & Metastasierung (Helfrich)

Wissenschaft/Forschung

Die experimentellen Labore der Klinik für Dermatologie befassen sich primär mit der Diagnose und Therapie von Hauttumoren und übertragen ihre Forschungsergebnisse direkt in die Klinik. Schwerpunkt ist das maligne Melanom (der schwarze Hautkrebs), ein bösartiger Tumor, der von Pigmentzellen der Haut ausgeht. Die Wissenschaftler der Abteilung befassen sich mit translationalen Fragestellungen zu verschiedenen Aspekten der Dermatoonkologie, insbesondere der Tumorimmunologie und der Blut- und Lymphgefäßversorgung (Vaskuläre Onkologie). Im Rahmen der Molekularen Diagnostik wird für jeden Tumor ein Mutationsprofil erstellt. Da das genetische Profil eines Tumors mit der Therapieeffizienz assoziiert ist, kann auf diese Weise eine für jeden Patienten optimierte Behandlung angeboten werden. Die im Labor etablierte umfangreiche Biomaterialbank ermöglicht es außerdem, Faktoren zu identifizieren, welche die Prognose und den Krankheitsverlauf beeinflussen.

Arbeitsgruppe „Vaskuläre Onkologie & Metastasierung“

Die Arbeitsgruppe konzentriert sich auf die Entwicklung krebstherapeutischer „Scharfschützengewehre“, so genannter „targeted therapies“ (zielgerichtete Therapien). Sie haben nur ein Ziel „im Visier“: den Tumor. Da Krebsgeschwüre sehr rasch wachsen benötigen sie zur Versorgung ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe. Um diese Versorgung sicher zu stellen rekrutiert der Tumor ein Versorgungsnetz aus Blutgefäßen. Das Konzept der Anti-Angiogenese, des sogenannten „Aushungerns des Tumors durch Zerstörung der Blutgefäße“ schien initial sehr erfolgversprechend und konnte sehr erfolgreich bei einigen Krebserkrankungen angewandt werden. Im Falle des Melanoms zeigte sich jedoch schnell, dass dieser Therapieansatzes nicht zu dem erhofften klinischen Erfolg führte. Grundlage der schlechten Ansprechrate von Melanompatienten kann hierbei multifaktoriell begründet sein. Einerseits spielen Interaktionen von Zellen des Patienten (z.B. Immunzellen) mit Tumorzellen, als auch die Mikroumgebung des Tumors eine entscheidende Rolle, andererseits konnten wir zeigen, dass der Differenzierungsstatus der gefäßummantelnden Zellen (Perizyten) als auch die durch Perizyten vermittelte Gefäßstabilität tumor-assoziierter Blutgefäße, eine entscheidende Rolle im Ansprechen des Tumors auf anti-angiogene Therapie darstellt. Ziel der Arbeitsgruppe ist es daher, molekulare Ursachen der Gefäßresistenz aufzuklären und Wirksamkeit und Wirkungsweise anti-angiogener Therapie zu untersuchen. Erst ein Verständnis solcher Resistenzmechanismen erlaubt eine Verbesserung der anti-angiogenen Therapieeffizienz im malignen Melanom. Weitere Informationen sind nur in englischer Sprache erhältlich.

PD Dr. rer. nat. Iris Helfrich

PD Dr. rer. nat. Iris Helfrich

Head „Vascular Oncology & Metastasis“

0201 723 1648 E-Mail schreiben Zum Steckbrief