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Universitätsklinikum Essen
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ECP

Bei dem Therapieverfahren der extrakorporalen Photopherese (ECP) handelt es sich um eine besondere Art der Blutwäsche (Apherese), bei der bestimmte Blutzellen außerhalb des Körpers (extrakorporal) einer Behandlung mit ultraviolettem Licht (Phototherapie) unterzogen werden. Mit diesem vergleichsweise jungen Therapieverfahren können relativ schonend Immunzellen (Lymphozyten) abgetötet werden, da die eigentliche Behandlung außerhalb des Körpers in der ECP-Maschine stattfindet. Überschießende oder fehlgeleitete Immunreaktionen weißer Blutkörperchen können ebenfalls durch diese direkt auf die verursachenden Zellen wirkende Lichttherapie abgemildert werden.

Behandlungsspektrum:

Die primäre Indikation der extrakorporalen Photopherese ist das kutane T-Zell- Lymphom bzw. dessen leukämische Variante, das Sézary-Syndrom. Daneben behandeln wir in dieser Abteilung folgende

weitere Erkrankungen:

  • Graft-versus-Host-Erkrankung nach Knochenmarkstransplantationen
  • Chronische Abstoßungsreaktionen nach Lungentransplantation

Ablauf der Behandlung

Bei der extrakorporalen Photopherese werden zunächst die Bestandteile des Bluts des Patienten mittels einer speziellen Zentrifuge aufgetrennt, wobei hauptsächlich das Leukozyten-angereicherte Blutplasma (der sogenannte „buffy coat”) isoliert wird. Dieser „buffy coat” wird anschließend mit der photosensibilisierenden Substanz 8-Methoxypsoralen versetzt und danach in der ECP-Maschine einer definierten UV-A-Bestrahlung ausgesetzt. Abschließend werden dem Patienten die bestrahlten Blutzellen wieder vollständig zugeführt. Die Gesamtdauer einer Behandlung beträgt ca.  zwei Stunden, ein Behandlungszyklus besteht an unserer Klinik aus zwei Behandlungen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Anfangs werden die Behandlungszyklen alle zwei Wochen durchgeführt, im Verlauf kann dieser Zeitraum je nach Befundbesserung auf längere Intervalle gestreckt werden. Ein Ansprechen auf die Therapie zeigt sich meist erst nach mehreren Monaten, so dass die ECP eine längerfristige Therapie darstellt, die nicht zu früh abgebrochen werden sollte. Die ECP wird hierbei meistens mit anderen (medikamentösen) Therapien kombiniert. Bei der ECP handelt es sich insgesamt um ein relativ gut verträgliches und nebenwirkungsarmes Therapieverfahren. Da allerdings vorübergehend Blutdruckabfälle und Kreislaufprobleme auftreten können, wird diese Therapie bei uns im Rahmen eines zweitägigen stationären Aufenthalts durchgeführt.

Jährlich werden in der ECP-Einheit der Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie des Universitätsklinikums Essen ca. 1.200 extrakorporale Photopheresebehandlungen durchgeführt. Hierbei werden die Patienten von einem speziell geschulten Team von Ärzten und Pflegepersonal betreut und engmaschig klinisch überwacht.

Dr. med. Carolin Funke-Lorenz

Dr. med. Carolin Funke-Lorenz

Oberärztin

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